Seegrund. Kluftingers neuer Fall

Seegrund. Kluftingers neuer Fall

In den ersten beiden Bänden war Kluftinger mit all seinen Macken mir ans Herz gewachsen. Im Seegrund mutieren diese stellenweise leider zum “sei witzig oder ich erschiess dich!”. selber ein Hinterwäldler wie er hat schon einmal von Ebay gehört und kennt den Begriff Sushi. Der Fallen an sich ist interessant aber die Aufklärungsarbeit wirkt doch sehr unrealistisch. Fünf bis sechs Beamte die sich zwei Wochen lang ausschließlich mit einem Schwerverletzten beschäftigen? Im Allgäu hat die Freund und Helfer wohl zuviel Personal?

Dieser kauf lohnt sich wirklich

Kleine schaurige Heimatkunde vorweg: Wer den Zugang zur Abgrund suche heißt es drohend auf der WWW-Seite des Bayrischen Rundfunks Abt. „Land und Leute“ liege beim Alatsee nahe Füssen genau richtig: Blutrote Färbung purpurnes Nebelgewalle tief unten mangels Sauerstoffgas nichts als der Tod!!!! Als wäre dies und der infernalische Schwefelgeruch nicht genug soll auch noch ein verfluchter Bruder aus dem 17. zehn Dekaden mit Rassel und Geheule seinen Tonspur beisteuern. Ach ja ein düsteres Rätsel aus Deutschlands dunkelster Zeitpunkt soll hier angeblich auch noch versenkt liegen. Davon erwähnt der Bayrische Radio allerdings nichts. alles in allem also kein schlechter Startplatz für Kommissar Kluftingers langerwarteten dritten Fall.

aufmerksam wollten der bärbeißige Allgäuer und seine Heidekraut lediglich ihren Stammhalter und dessen neue Bettgenossin in Füssen zum gemeinsamen Weihnachtsfest abholen. danach Kluftingers xenophobes Hassgebrummel gegen japanische Neuschwansteinbesucher abrupt endet als er entgeistert feststellen muss dass Markus’ Neue aus dem Lande Japan stammt entschließt man sich zu einem Beruhigungsspaziergang entlang des idyllischen Bergsees. Der letzte Residuum vorweihnachtlicher Laune fleucht ins Gebirg’ als die vier auf eine männliche Leiche in einer riesigen Blutlache stoßen. vor dem Hintergrund der rätselhaften Skizze die der Tote vor seinem gewaltsamen dahinscheiden in den Schnee gekratzt hat startet Kluftinger durch!

Bajuwarisches Mythengewaber heimatlich wohliges Kässpätzle-Feeling ein grantelnder Kriminaler der die Aussehen voralpenländischer Betulichkeit oft genug herunterreißt — das Autorenduo Klüpfel und Kobr scheint auf eine Goldader gestoßen zu sein wie die Leserzuschriften beweisen. Ob im Nahkampf mit dem Fotohandy seinem krudem engl. („…your sunbrill Miss!“) oder dem größten anzunehmenden Unannehmlichkeit in Gestalt einer neuen Assistentin an seiner Schiffsseite — gemächlich tapsend wie Braunbär Bruno treibt Kluftinger seine Allgäuer Ermittlungen um den toten Taucher vom Alatsee voran. gestalten die sich anfänglich noch unerwartet zäh so führen bald alle Hinweise auf den Anlass des Alpengewässers und seines blutroten Geheimnisses von dem der Bayrische Radio Abt. „Land und Leute“ partout nichts wissen wollte. Wir aber sind gerne eingetaucht in den schaurig-schönen Höllenschaum und freuen uns jetzt schon auf den vierten Kluftinger-Fall.

Was will man mehr?

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2 Kommentare zu “Seegrund. Kluftingers neuer Fall”

  1. ywujaqabaxyn

    ywujaqabaxyn…

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  2. ynikeguxupy

    ynikeguxupy…

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